Energie und Natur - eine ewige Herausforderung

Energie, Zeit und Bewusstsein
(Buch Ref. 10)

Tributsch, H.
Shaker media, Aachen (2008)
ISBN 978-3- 86858-124-9
English Translation: Energy, time and consciousness, Shaker media (2008) ISBN 978-3-86858-127-0

Für unser gegenwärtiges wissenschaftliches Verständnis hat Energie die Fähigkeit, Arbeit zu leisten, aber kein Interesse daran. Andererseits ist der Zeitfluss keine Konsequenz der Energie-Umwandlung, sondern eine “Illusion”. Dies war für antike Philosophen, aber auch für das religiöse Verständnis nicht so. Der indische Gott Shiva zum Beispiel, veränderte mit seinem intensiven Tanz dauernd die Welt und trieb die Zeit an. Unsere jetzige Vorstellung von Energie entwickelte sich tatsächlich von der antiken Suche nach etwas Stabilem inmitten aller Veränderungen in unserer Umwelt her. Die Energie stellte sich als die aufrecht erhaltene Grösse heraus. Energie bleibt erhalten, kann aber nur umgewandelt werden. Seltsamerweise hat sie in der modernen wissenschaftlichen Meinung jede Beziehung zu Veränderungen verloren. Mein Buch versucht herauszufinden, was geschieht, wenn wir die Energie nicht als statische sondern als dynamische Grösse betrachten. Auch die Suche nach einem Quantenverständnis ohne Paradoxa und irrationale Annahmen, wie das Fehlen von Kausalität und die Nichtlokalität, motivierten meine Suche nach einem “dynamischen” Energie-Konzept: nach einer Energie mit einer inherenten Tendenz, ihre Anwesenheit pro Zustand zu verringern und im Quanten-Zustand zwischen konzentriertem Teilchenzustand und verdünnter Welle zu oszillieren. Es stellt sich heraus, dass mit diesem neuen Ansatz wesentliche Quanten-Paradoxa wegfallen. Zeitorientierte Energiemechanismen können auch ohne weiteres Rückkopplungsprozesse auslösen, welche zwischen einem “vorher” und “nachher” unterscheiden können und damit Selbstorgansations-Prozesse einleiten. Das ist bei einer zeitumkehrbaren Physik und bei einer Zeit, die eine Illusion ist, nicht trivial. Da Information einen Energie-Inhalt besitzt, wäre eine zeitorientierte Informationsverarbeitung ebenfalls möglich. Die Konsequenz wäre die Existenz einer selbstorganisierten Information. Wie die selbstorganisierte (lebende) Materie über der gewöhnlichen Materie steht würde eine selbstorganisierte Information in hierarchischer Ordnung deutlich über der einfachen gegenwärtigen Computer-Information stehen. Sie könnte ein selbsorganisiertes Informations-Bild von uns selbst erzeugen. Es sollte sich dabei um unser Bewusstsein handeln.