Energie und Natur - eine ewige Herausforderung

Wenn die Schlangen erwachen: Mysteriöse Erbebenvorzeichen
(Buch Ref. 2)

Tributsch H.
Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart (1978) 272 pages
Taschenbuchausgabe: Safari bei Ullstein (1981)
Englische Übersetzung: When the Snakes Awake: Animals and Earthquake Prediction
MIT Press, Cambridge, Mass. USA (1982)
Japanische Übersetzung: Asashi Shinbun Sha, Tokyo (1995)
Kroatische Übersetzung: VPA-Vjenikova Press Agencija, Mladost-Zagreb (1979)
Italienische Übersetzung: Prima del terremoto, Armenia Editore, Milano (1979)

Als ich, nach dem Erdbeben von Friaul 1976, in mein Heimatdorf zrückkehrte, um meinen Eltern zu helfen, provozierte mich eine benachbarte Bäuerin, indem sie sagte: “Du bist Wissenschaftler. Erkläre mir: warum wussten es unsere Kühe vorher, und wir hatten keine Ahnung”. Damals war ich ziemlich irritiert. Wegen der erlebtenTragödie entschloss ich mich, hart zu arbeiten, um Tier-Vorzeichen vor Erdbeben zu untersuchen und relevante historische Dokumente aufzuspüren. Das Ziel war, herauszufinden, ob es sich dabei wirklich um ein Naturphänomen handelt, oder nur um eine traumatische Illusion. Dieses Buch ist das Ergebnis. Es berichtet von vielen bemerkenswerten Beobachtungen. Von 78 Erdbeben-Dokumenten von Zivilisationen aus aller Welt konnte ich ableiten, dass die volkstümliche Überlieferung immer von drei Erdbebenvorzeichen gleichzeitig berichtete: von ungewöhnlichem Tierverhalten, von ungewöhnlichen Wetter-Erscheinungen, und von Leuchtphänomenen bei klarem Himmel. Ich kam zu dem Schluss, dass von der Erde ein Gas freigesetzt wird, das geladene Teichen, Aerosole, enthält. Ich fand auch heraus, dass man seit der Zeit des griechischen Gelehrten Aristoteles und während einer erstaunlichen Periode von zwei Jahrtausenden immer schon annahm, dass ein solches Gas, Pneuma genannt, Erdbeben-Vorzeichen und das Erdbeben selbst auslöst. Von letzterem weiss man heute, dass es nicht stimmt, aber ein Vorzeichen, eine thermische Anomalie, oder ein Gas sieht man heute von Satelliten, wenn die Infrarot-Strahlung der Erde gemessen wird. Es stimmt mit dem Zeitmuster der Tiervorzeichen überein und ist bereits vor zwei Dutzend grösseren Erdbeben beobachtet worden. Meine Erwartung ist, dass sich in der Zukunft die volkstümliche Erdbeben-Erfahrung als relevant herausstellen wird (vergleiche Ref. 441 der Publikations-Liste).